Wir über uns

Der LSVD Thüringen e.V. versteht sich als Bürgerrechtsverband und will erreichen, dass Schwule und Lesben ihre persönlichen Lebensentwürfe selbstbestimmt entwickeln können, frei von rechtlichen Benachteiligungen, frei von Anpassungsdruck an heterosexuelle Normen, frei von Anfeindungen und Diskriminierungen.

Deshalb setzen wir uns für gesetzliche Gleichstellung auf allen Ebenen ein, ebenso für eine umfassende Antidiskriminierungsgesetzgebung.

Wir wollen die lesbische und schwule Präsenz in Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung stärken.

 

Ehe Für Alle muss in Thüringen zum Nulltarif möglich sein

LSVD Thüringen fordert gebührenfreie Umwandlung von Lebenspartnerschaften in Ehen

Erfurt, 22. August 2017. Viele Lesben und Schwule wollen ab Oktober ihre Lebenspartnerschaften in Ehen umschreiben lassen. Die Frage inwieweit für diese Umschreibung Gebühren anfallen oder nicht, ist in Thüringen noch ungeklärt.
„Die Umwandlung der Lebenspartnerschaften in Ehen soll die Benachteiligung der Lebenspartner*innen rückwirkend beseitigen. Für diese Wiedergutmachung sollten nicht noch zusätzliche Gebühren verlangt werden, so Jenny Renner Landesvorständin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Thüringen. weiterlesen

 

Landtagsbeschluss zur Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer des §175

Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen in Thüringen notwendig

Anlässlich des heute im Thüringer Landtag beschlossenen Antrages „Umfassende und zeitnahe Rehabilitierung nach 1945 verurteilter homosexueller Menschen“ erklärt Jenny Renner, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Thüringen:

Der LSVD Thüringen begrüßt es ausdrücklich, dass nach Jahrzehnten der Ignoranz endlich rechtspolitische Konsequenzen aus den schweren Menschenrechtsverletzungen an homo- und bisexuellen Männern in beiden deutschen Staaten nach 1945 gezogen werden. Der heutige Beschluss des Thüringer Landtages ist ein wichtiges und längst überfälliges Zeichen des Respekts und der Anerkennung erlittenen Unrechts. Er fordert u.a. eine beschleunigte Umsetzung des Gesetzgebungsverfahrens und die schnelle und unbürokratische Entschädigung und Rehabilitierung der Betroffenen. weiterlesen

 

Mit dem Zweiten sieht man queer

Seit Mai 2016 hat der LSVD Thüringen einen Sitz im ZDF-Fernsehrat. Jenny Renner, Sprecher*in des LSVD Thüringen und Deutschlands erste queere Fernsehrät*in im Interview mit René Mertens (Bund-Länder-Koordination LSVD Bundesverband).

1.    Liebe Jenny, Du bist jetzt über ein halbes Jahr Deutschlands erste queere ZDF-Fernsehrät*in und sitzt für den LSVD Thüringen in einem der wichtigsten Gremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wie wurdest Du dort aufgenommen? Wie ist die Arbeitsatmosphäre?

Entgegen einiger anders Lautender Vermutungen wurde ich sehr freundlich und offen im Fernsehrat aufgenommen. Sicherlich gab und gibt es einige inhaltliche Vorbehalte, wenn es um die Gleichstellung von LSBTI* geht, aber ich denke, wir sind im Gremium auf einem guten Wege, diese abzubauen und auch offen Fragen allgemeiner Natur zu besprechen.

Die Arbeitsatmosphäre in den Gremien ist natürlich sehr konzentriert und der fachlich-professionelle Austausch steht deutlich im Vordergrund. Dass natürlich auch hier und da politische Interessen mit eine Rolle spielen, ist nicht von der Hand zu weisen. weiterlesen

 

Pressemeldung: Keine Schutzräume für LSBTI* Geflüchtete in Thüringen?!

Keine Schutzräume für LSBTI* Geflüchtete in Thüringen?!
LSVD Thüringen fordert Schutzräume für Lesben, Schwule, Trans* und Inter*

 (20.01.2017) Anlässlich des Treffens des Landesfrauenrates Thüringen mit dem thüringischen Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, Dieter Lauinger, am 18. Januar 2017, zum Thema „Schutz von geflüchteten Frauen“, erklärt Jenny Renner, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Thüringen:

 Der LSVD Thüringen unterstützt als Mitglied im Landesfrauenrat die Forderungen unserer Kolleg*innen und appelliert an die Landesregierung, endlich zu handeln. Geflüchtete Frauen, seien sie heterosexuell, lesbisch, bisexuell oder trans* haben einen besonderen Unterstützungsbedarf und müssen endlich besser in Thüringen geschützt werden – gleiches gilt auch für alle Asylsuchenden, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder ihrer geschlechtlichen Identität bedroht wurden oder bereits Gewalt erfahren mussten. weiterlesen

 

Appell zum 9. November

Thüringerinnen und Thüringer sollen sich der Vereinnahmung historisch sensibler Daten durch Rechtsextremisten und Rechtspopulisten widersetzen

Der Vereinnahmung historisch sensibler Daten wie des 9. November durch Rechtsextremisten und Rechtspopulisten in Thüringen sollten sich die Thüringerinnen und Thüringer entschieden widersetzen. Dazu ruft das breite überparteiliche und zivilgesellschaftliche Bündnis „Mitmenschlich in Thüringen“ auf.  Der 9. November steht wie kein anderer Tag in der deutschen Geschichte für die Mahnung, die Menschenwürde zu achten, Religionsfreiheit zu sichern und  Demokratie, Meinungsfreiheit und die offene Gesellschaft in Deutschland zu verteidigen, so das Bündnis. Das ist auch das Erbe der friedlichen Revolution in der DDR, an die ebenfalls am 9. November, dem Tag des Mauerfalls, erinnert wird. „Dieser Kampf für die Demokratie und Menschenrechte ist uns auch heute noch Verpflichtung“, heißt es in dem Aufruf des Bündnisses. weiterlesen

 

Protokoll der Mitgliederversammlung des LSVD Thüringen

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Am 09. Juli 2016 fand die jährliche Mitgliederversammlung des LSVD Thüringen in Erfurt statt. Neben den Berichten aus der Verbandsarbeit wurde auch eine Satzungsänderung beschlossen. Für Fragen stehen wir Euch gerne jederzeit zur Verfügung.

Protokoll der MV 2016

Kontakt: vorstand@lsvd-thueringen.de

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Thüringer Bildungsplan bietet breite Sexualaufklärung und angemessene Darstellung der Vielfalt der Gesellschaft

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Eine Kritik daran ist homophobe Meinungsmache

Schulen und Bildungseinrichtungen haben besonders heute den Auftrag, junge Menschen auf gesellschaftliche Vielfalt im Alltagsleben vorzubereiten – und dieser Auftrag muss in allen Fächern erfüllt werden. Eine Pädagogik der Vielfalt bestärkt Kinder und Jugendliche darin ein positives und akzeptiertes Selbstbild zu entwickeln. Sie befähigt sie sich selbstbewusst gegen Diskriminierung und Ausgrenzung behaupten können – darum geht es. Das zu Skandalisieren ist wie mit homophoben Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Der LSVD Thüringen begrüßt daher ausdrücklich den Thüringischen Bildungsplan bis 18. Er macht einen wichtigen Schritt hin zu einem diskriminierungsfreien Lernumfeld und zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz. Mit Sex hat der Bildungsplan genauso viel zu tun, wie die diffamierende Polemik der Gegner_innen mit sachlichen Argumenten – nämlich nichts. weiterlesen

 

LSVD Thüringen im ZDF-Fernsehrat vertreten

Angemessene Vertretung von LSBTI in allen öffentlich-rechtlichen Medien notwendig

Anlässlich der Beauftragung des Lesben- und Schwulenverbands Thüringen eine Vertretung in den ZDF-Fernsehrat zu entsenden, erklärt Henny Engels, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik werden Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LSBTI) im ZDF-Fernsehrat Sitz und Stimme bekommen. Heute haben die Abgeordneten des Thüringer Landtages auf Initiative der Landesregierung den LSVD Thüringen beauftragt, eine Vertretung in den ZDF-Fernsehrat zu entsenden. Das freut den Lesben- und Schwulenverband (LSVD) sehr. Der LSVD Thüringen wird seine langjährige Vorstandsfrau Jenny Renner nominieren. Das ist eine gute Wahl. Renner ist eine kompetente und geeignete Vertretung aus Thüringen und in der Community gut vernetzt. weiterlesen

 

Reproduktionsmedizin muss auch lesbischen Frauen gleichberechtigt offen stehen

Thüringen unterstützt Kinderwunscherfüllung für Paare ohne Trauschein

In Thüringen können sich zukünftig auch Paare ohne Trauschein ihren Kinderwunsch erfüllen, wenn medizinische Gründe eine Schwangerschaft erschweren.

Jenny Renner, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Thüringen erklärt hierzu:

Als Lesben- und Schwulenverband Thüringen begrüßen wir die Entscheidung der Landesregierung, auch Paare ohne Trauschein bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches zu fördern. Gleichzeitig  kritisieren wir aber auch, dass die vorgesehenen Regelungen nur greifen, wenn medizinische Gründe eine Schwangerschaft erschweren. Die neue Richtlinie bezieht sich nur auf heterosexuelle Paare, Frauenpaare werden von ihr ausgeschlossen, weil bei ihnen nur heterologe Kinderwunschbehandlungen möglich sind. Der Zugang zu reproduktionsmedizinischen Behandlungen wird lesbischen Paaren somit verwehrt. weiterlesen

 

Auftaktveranstaltung zum Thüringer Landesprogramm „Akzeptanz & Vielfalt“

Die thüringische Landesregierung bereitet die Erstellung des bereits in der Koalitionsvereinbarung vereinbarten Landesprogramms „Akzeptanz & Vielfalt“ vor. In mehreren Beteiligungsworkshop sollen Inhalt und Forderungen erarbeitet werden. Die Auftaktveranstaltung findet am 23. April 2015 im Thüringer Landtag statt. weiterlesen