Wir über uns

Der LSVD Thüringen e.V. versteht sich als Bürgerrechtsverband und will erreichen, dass Schwule und Lesben ihre persönlichen Lebensentwürfe selbstbestimmt entwickeln können, frei von rechtlichen Benachteiligungen, frei von Anpassungsdruck an heterosexuelle Normen, frei von Anfeindungen und Diskriminierungen.

Deshalb setzen wir uns für gesetzliche Gleichstellung auf allen Ebenen ein, ebenso für eine umfassende Antidiskriminierungsgesetzgebung.

Wir wollen die lesbische und schwule Präsenz in Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung stärken.

 

Einladung zur Mitgliederversammlung am 03. Juni 2018

Liebe Mitglieder des LSVD Thüringen,

der Landesvorstand möchte seine Aktivitäten des vergangenen Jahres reflektieren und über Neues berichten. Wir wollen mit Euch zusammen neue Perspektiven für das zukünftige Engagement in Thüringen ausloten und laden Euch hiermit herzlich zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2018 ein.

Wann? Sonntag, 03. Juni 2018 um 14:00 Uhr
Wo? Konferenzraum der AIDS-Hilfe Thüringen e.V., Liebknechtstraße 8, Hinterhaus, 1.OG in 99085 Erfurt weiterlesen

 

LSBTI ins Grundgesetz aufnehmen

Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Thüringen fordert Landesregierung auf, Berliner Bundesratsinitiative zu unterstützen

Erfurt.11. April 2018. Gestern beschloss der Senat von Berlin eine Bundesratsinitiative zur Erweiterung des Gleichheitsartikels um die Merkmale „sexuelle und geschlechtliche Identität“. Mit der Ergänzung würden auch Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI) explizit in die Verfassung aufgenommen werden.

Der LSVD Thüringen begrüßt die Initiative aus Berlin und fordert die Landesregierung in Thüringen ebenfalls auf, sich für die Erweiterung des Artikels 3, Absatz 3 Grundgesetz auszusprechen. Die Ergänzung ist eine der Kernforderungen des LSVD und ebenso Ziel der LSVD-Kampagne 3+. weiterlesen

 

Freude und Enttäuschung über neues Thüringer Landesprogramm für Akzeptanz und Vielfalt

Zivilgesellschaftliche Institutionen zeigen sich erfreut über wichtigen Schritt für mehr Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Thüringen, äußern jedoch auch Kritik und Skepsis gegenüber dem Landesprogramm.

Das neue Thüringer Landesprogramm für Akzeptanz und Vielfalt soll dazu dienen, Diskriminierung von LSBTIQ ab- und Unterstützungsangebote aufzubauen. Dazu wurden zunächst gemeinsam mit Vereinen aus der Zivilgesellschaft, Betroffenen und wissenschaftlichen Instituten Bedarfe identifiziert, Forderungen formuliert und anschließend im Kabinett abgestimmt. Am 30. Januar 2018 wurde das Landesprogramm veröffentlicht, zu dem sich zivilgesellschaftliche Vereine und Institutionen zwiegespalten äußern. weiterlesen

 

Thüringen stellt „Landesprogramm Akzeptanz und Vielfalt“ vor

Lesben- und Schwulenverband (LSVD) kritisiert Erarbeitungsprozess

Erfurt, 30. Januar 2018. Die Thüringische Landesregierung hat heute ihr „Landesprogramm Akzeptanz und Vielfalt“ vorgestellt. Die Erstellung des Landesprogramms war bereits 2014 von der Landesregierung in Aussicht gestellt worden. Thüringen ist damit das dreizehnte Bundesland, das einen Aktionsplan gegen Homophobie und Transfeindlichkeit präsentiert.

Der LSVD Thüringen freut sich, dass die Landesregierung endlich das Programm auf den Weg gebracht hat. Es gibt aber auch erhebliche Kritik am Erstellungsprozess. Nach der ministeriellen Abstimmung wurden die Vereine und Verbände, die den Entwurf entscheidend geprägt hatten, weder gehört noch beteiligt. Der LSVD Thüringen befürchtet, dass das Landesprogramm in den Ministerien aufgeweicht wurde. In den nächsten Tagen wird die Community in Thüringen das Landesprogramm einer inhaltlichen Bewertung unterziehen und erneut Stellung nehmen. Die Akteure, welche an der Erstellung beteiligt waren, können dem veröffentlichten Programm entnommen werden. weiterlesen

 

Kein zahnloser Tiger! Thüringer Landesprogramm für Akzeptanz und Vielfalt

Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert Ausfinanzierung und Umsetzung

Erfurt, 24. Januar 2018. Im Thüringischen Landtag soll in diesen Tagen der Haushalt 2018/2019 verabschiedet werden. Damit wird auch über die Effektivität des geplanten „Landesprogramms Akzeptanz und Vielfalt“ entschieden.

„Die Landesregierung muss jetzt handeln und dem Landesprogramm Leben einhauchen. Wir brauchen dringend eine effektive Ausfinanzierung und schnelle Verabschiedung, ansonsten droht das Papier zum zahnlosen Tiger zu werden.“, erklärt Jenny Renner, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Thüringen. weiterlesen

 

21.10: EINLADUNG zum Vernetzungstreffen in LEIPZIG

„Gegensteuern – Rechtspopulismus und Gleichstellungsgegner*innen die Stirn bieten“

In jahrzehntelangen Kämpfen konnten wesentliche Fortschritte bei der rechtlichen Anerkennung und gesellschaftlichen Akzeptanz von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI*) erreicht werden. Diese positive Entwicklung ist jedoch brüchig geworden. Mit diffamierenden Kampfbegriffen und faktenfreien Kampagnen machen Gleichstellungsgegner*innen flankiert von religiös-fundamentalistischen Gruppen und völkischen Initiativen Stimmung gegen die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in unserer Gesellschaft. Mit ihren Angriffen wollen sie einschüchtern und auch LSBTI* aus der gesellschaftlichen Sichtbarkeit drängen. Was kann dieser Entwicklung entgegengesetzt werden und welche Rolle spielen Religion, Rassismus, Islamfeindlichkeit und völkische Ideologien dabei? weiterlesen

 

Ehe Für Alle muss in Thüringen zum Nulltarif möglich sein

LSVD Thüringen fordert gebührenfreie Umwandlung von Lebenspartnerschaften in Ehen

Erfurt, 22. August 2017. Viele Lesben und Schwule wollen ab Oktober ihre Lebenspartnerschaften in Ehen umschreiben lassen. Die Frage inwieweit für diese Umschreibung Gebühren anfallen oder nicht, ist in Thüringen noch ungeklärt.
„Die Umwandlung der Lebenspartnerschaften in Ehen soll die Benachteiligung der Lebenspartner*innen rückwirkend beseitigen. Für diese Wiedergutmachung sollten nicht noch zusätzliche Gebühren verlangt werden, so Jenny Renner Landesvorständin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Thüringen. weiterlesen

 

Landtagsbeschluss zur Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer des §175

Aufarbeitung der Menschenrechtsverletzungen in Thüringen notwendig

Anlässlich des heute im Thüringer Landtag beschlossenen Antrages „Umfassende und zeitnahe Rehabilitierung nach 1945 verurteilter homosexueller Menschen“ erklärt Jenny Renner, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Thüringen:

Der LSVD Thüringen begrüßt es ausdrücklich, dass nach Jahrzehnten der Ignoranz endlich rechtspolitische Konsequenzen aus den schweren Menschenrechtsverletzungen an homo- und bisexuellen Männern in beiden deutschen Staaten nach 1945 gezogen werden. Der heutige Beschluss des Thüringer Landtages ist ein wichtiges und längst überfälliges Zeichen des Respekts und der Anerkennung erlittenen Unrechts. Er fordert u.a. eine beschleunigte Umsetzung des Gesetzgebungsverfahrens und die schnelle und unbürokratische Entschädigung und Rehabilitierung der Betroffenen. weiterlesen

 

Mit dem Zweiten sieht man queer

Seit Mai 2016 hat der LSVD Thüringen einen Sitz im ZDF-Fernsehrat. Jenny Renner, Sprecher*in des LSVD Thüringen und Deutschlands erste queere Fernsehrät*in im Interview mit René Mertens (Bund-Länder-Koordination LSVD Bundesverband).

1.    Liebe Jenny, Du bist jetzt über ein halbes Jahr Deutschlands erste queere ZDF-Fernsehrät*in und sitzt für den LSVD Thüringen in einem der wichtigsten Gremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wie wurdest Du dort aufgenommen? Wie ist die Arbeitsatmosphäre?

Entgegen einiger anders Lautender Vermutungen wurde ich sehr freundlich und offen im Fernsehrat aufgenommen. Sicherlich gab und gibt es einige inhaltliche Vorbehalte, wenn es um die Gleichstellung von LSBTI* geht, aber ich denke, wir sind im Gremium auf einem guten Wege, diese abzubauen und auch offen Fragen allgemeiner Natur zu besprechen.

Die Arbeitsatmosphäre in den Gremien ist natürlich sehr konzentriert und der fachlich-professionelle Austausch steht deutlich im Vordergrund. Dass natürlich auch hier und da politische Interessen mit eine Rolle spielen, ist nicht von der Hand zu weisen. weiterlesen

 

Pressemeldung: Keine Schutzräume für LSBTI* Geflüchtete in Thüringen?!

Keine Schutzräume für LSBTI* Geflüchtete in Thüringen?!
LSVD Thüringen fordert Schutzräume für Lesben, Schwule, Trans* und Inter*

 (20.01.2017) Anlässlich des Treffens des Landesfrauenrates Thüringen mit dem thüringischen Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz, Dieter Lauinger, am 18. Januar 2017, zum Thema „Schutz von geflüchteten Frauen“, erklärt Jenny Renner, Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Thüringen:

 Der LSVD Thüringen unterstützt als Mitglied im Landesfrauenrat die Forderungen unserer Kolleg*innen und appelliert an die Landesregierung, endlich zu handeln. Geflüchtete Frauen, seien sie heterosexuell, lesbisch, bisexuell oder trans* haben einen besonderen Unterstützungsbedarf und müssen endlich besser in Thüringen geschützt werden – gleiches gilt auch für alle Asylsuchenden, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder ihrer geschlechtlichen Identität bedroht wurden oder bereits Gewalt erfahren mussten. weiterlesen